13.08.2021

Der Umweltbeauftragte der Stadt Grebenau, Arno Eifert informiert:

Stadt Grebenau versucht Herkulesstaude einzudämmen

Ihr Gift verursacht schweren Sonnenbrand - Berührung unbedingt vermeiden

Den Umweltbeauftragten der Stadt Grebenau erreichen insbesondere aus den Stadtteilen Udenhausen und Schwarz vermehrt Meldungen der Bürger über ein Vorkommen der Herkulesstaude. Mitarbeiter von HessenForst und des städtischen Bauhofs begannen mit der Beseitigung der überwiegend an Straßenrändern, Bahndämmen, Gewässerufern oder Waldrändern wachsenden gefährlichen Pflanzen. Dabei wurden keine Spritzmittel eingesetzt, sondern der Riesenbärenklau, wie die Staude auch genannt wird, wurde Samt Wurzel per Hand oder mit dem Bagger unschädlich beseitigt. Eigentlich könnte man sich freuen über die weiße Blütenpracht, die dem Spaziergänger hie und da im Gründchen entgegenleuchtet. Aber leider handelt es sich bei den dekorativen Blütenträgern aus der Familie der Doldenblütler um einen “invasiven Neophyten”, der für die Gesundheit der Menschen gefährlich werden kann. Der Mensch muss sich vor den grünen Riesen in Acht nehmen: der Saft der Herkulesstaude verursacht bei Hautkontakt Rötungen wie bei einem Sonnenbrand bis hin zur Blasenbildung. Der Grund: Die Lichtempfindlichkeit der Haut nimmt durch das Gift enorm zu. Gerade bei sonnigem Sommerwetter kann das Berühren der Pflanze zu schmerzhaften Verbrennungen teilweise dritten Grades führen. Eltern sollten deshalb bei Spaziergängen unbedingt darauf achten, dass ihre Kinder der Pflanze nicht zu nahekommen. Die Pflanze mit ihren gezackten Blättern und prächtigen Blütendolden wurde aus dem Kaukasus “eingeschleppt” und verdrängt hierzulande in Rekordtempo einheimische Pflanzen. Und mit ihnen eine Reihe von Tieren, deren Lebensraum auf diese Weise verloren geht. Auch manche Gartenbesitzer und Imker, die sich vielleicht anfangs über die bizarr-dekorative Pflanze gefreut haben, stehen dem vermehrungsfreudigen Gewächs heute ratlos gegenüber. Wenn nur ein Stück Wurzel im Boden zurückbleibt, kommt die Staude wieder. Die Samen können mehrere Jahre im Boden überleben. Deshalb ist es wichtig, die Staude rechtzeitig an ihrer immensen Samenproduktion zu hindern. Dies kann man im Garten tun, indem man die Herkulesstaude sofort restlos ausgräbt. Der Umweltbeauftragte rät dabei zur Vorsicht und warnt, vor einem direkten Kontakt mit der Pflanze - ohne ausreichende Schutzkleidung. Wenn Sie neue Bärenklau-Vorkommen entdecken, geben Sie bitte der Stadtverwaltung einen Hinweis.

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Quelle: Grebenau - Gründchen Bote - Mitteilungsblatt für die Stadt Grebenau